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Hahlekopf - Schallerkapelle (1.758m) - Tannheimer Berge

 

Trotz des regnerischen Wetters machen Joe und ich uns daran, eine Tour auf den Hahlekopf zu starten. Falls das Wetter halbwegs mitmacht, werden wir unsere Tour ausweiten und auch noch über das Sabachjoch auf das Gimpelhaus gehen.

Wir starten unsere Tour am Frauensee (Lechaschau) und wandern erst einmal über den Forstweg hinauf in Richtung Sulztalhütte (siehe auch die Skitour dazu). Hin und wieder nehmen wir eine Abkürzung über den kleinen Steig. Allerdings ist durch den Regen ein Aufsteigen zwischen den Himbeersträuchern ein wenig unangenehm und so werden wir in kürzester Zeit tropfnass.

Wir sind noch nicht ganz auf der Sulztalhütte angekommen, überrascht uns schon der erste heftige Regenguss. Jetzt trockene Kleidung anzuziehen wäre sinnlos, da diese ebenfalls binnen Minuten durchnässt wäre. Also gehen wir einfach weiter und treffen schon bald auf die kleine Almhütte der Hahle. Im Hintergrund ragen die Gipfel der Gehrenspitze, der Auerspitze (kleine Gehrenspitze) und der Blachenspitze gegen den wolkenverhangenen Himmel.

Kurz reißt die Nebelwand auf und gewährt uns einen Ausblick auf den Forggen- und Bannwaldsee im Norden und auf den Säuling im Osten. Allerdings dauert dieses Schauspiel nur kurz und die Nebelschwaden schließen dieses Aussichtsfenster wieder.

Über den breiten Wiesenrücken geht es nun weiter hinauf zu der kleinen Schallerkapelle. Der Regen hat inzwischen wieder angefangen und der Wind am Joch ist äußerst frisch. Schnell machen wir uns auf den Weiterweg. Unterhalb des Joches fängt es nun richtig zu schütten an. Meine Schuhe sind schon lange durchnässt und mein T-Shirt klebt nun unangenehm auf der Haut.

Über den Winter sind durch Schneerutsche stellenweise auch die Wege stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Erosion hat den Steig oft über mehrere Meter weggerissen und ich muss mich teilweise erst einmal orientieren, wie und wo es denn nun weitergeht. Ich treffe sogar auf zwei weitere Wanderer, die sich nicht durch das Wetter abhalten haben lassen. Die sind im Gegensatz zu mir aber dem Wetter entsprechend gekleidet. Mit großen Regenmänteln eingemummt, stapfen sie den teilweise schmierigen Steig herauf und wundern sich wohl über meine "triefende" Gestalt.

Kurz darauf kommen wir zu der Wegegabelung von der aus ein Weg zu der Sabacher Galtalpe und in Folge zum Sabachjoch führen würde. Der andere Weg führt direkt hinunter zur Musauer Alm. Ich bleibe kurz stehen und überlege, ob wir nun bei diesem Wetter weitergehen sollten? Ich entscheide mich aber aufgrund des andauernden Regens für einen Abstieg.

Über einen kleinen Steig erreichen wir nach wenigen Minuten schon den Talgrund des Raintales. Da ich bis auf die Knochen nass bin, habe ich auch keine große Lust, noch auf einen Abstecher zur Musauer Alm zu zukehren und mache mich also gleich auf den langen Weg hinaus zur Bärenfalle. Während meines ganzen Marsches durch das Raintal prasselt der Regen unaufhörlich auf uns nieder und nach etwa einer Stunde sind wir endlich bei der Bärenfalle, von wo aus wir über die Schotterstraße der ehemaligen Via Claudia zurück in Richtung Oberletzen laufen und dann auch bald im Wiesbichl eintreffen.

Ich brauche nun nur noch eine schöne warme Dusche und Joe wird mit einem Handtuch trockengerubbelt.

 
   
Talort Höhendifferenz in m
Lechaschau, Musau 900
   
Stützpunkt Gebirgsgruppe
Musauer Alm (1.290m) Tannheimer Berge
   
Zeit in h Charakter
4 unschwierige Almwanderung
   
 

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Hahlekopf als Schitour