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Hirschhalskopf - Schafkarsee (2.130m) - Lechtaler Alpen

 

Für diesen schönen Herbsttag (29.10.05) haben wir uns den Aufstieg auf den Hirschhalskopf hoch über Gramais vorgenommen. Die Tour beginnt aber erst mal mit einem Abstieg zum Talgrund. Da das Hochwasser im August alle Brücken und teilweise auch den Weg weggerissen hat, ist das Vorankommen doch etwas schwieriger. Über Stock und Stein geht es dann etwas umständlich oberhalb einer Abbruchkante hinunter.

 

Endlich auf der gegenüberliegenden Talseite angekommen, geht es über eine kleine Weidefläche unterhalb der Wildfütterung in den Wald hinein. "Schwahag" wird dieser Bereich genannt. Auf dem Forstweg rechts über die Kehre bergauf und nach wenigen Minuten zieht ein kleiner Pfad steil in Richtung Hirschhalsrücken nach rechts hinauf. Der kleine Steig ist zwar idyllisch, aber wirklich sehr steil. Erst nach etwa einer Stunde Aufstieg legt sich das Gelände nach Erreichen des Rückens etwas zurück. Hier trifft nun der Weg auch auf die zweite Anstiegsvariante, die ich aber im Talgrund zuvor nicht ausmachen konnte.

 

Das Areal der Hirschhalsalpe zeigt sich schon von seiner schönsten Seite. In herbstliches Gelb gehüllte Lärchen und vereinzelt stehende junge Fichten säumen den Weg hinauf über ausgedehnte Almböden. Kurz darauf erreichen wir auch schon die kleine Hirtenhütte. Nach kurzer Rast wandern wir weiter über den Geländerücken hinauf und kommen sodann zum letzten Steilaufschwung. Durch Latschengassen windet sich der Weg in einigen Serpentinen bergan und schon kurze Zeit nach dem Latschenfeld treffen wir auf das Kreuz auf dem Hirschhalskopf in 2.047 Metern Höhe.

 

Eben geht es danach dem Wiesenrücken folgend in den Sattel, an welchem sich der Weg verzweigt. Nach Westen führt eine Pfadspur unschwierig hinüber zum Schafkarsee. Nach Südwesten steigt der Heinzensprossensteig auf zum Einstieg der Großen Schafkarspitze (2.532 m) und weiter zum Rosskarsee. Nadja und Joe wandern hinüber zum Schafkarsee. Ich möchte noch den Aufstieg zur Großen Schafkarspitze angehen. Über den Heinzensprossensteig geht es über den schmaler werdenden Gratrücken hinauf. Über mehrere kleine grasbewachsene Köpfe zieht der Weg mal aufwärts und fällt dann wieder steil in eine Einsattelung ab. Unterhalb eines Schrofens geht es wieder sehr steil bergauf und ich merke, dass mein linkes Knie immer mehr zu schmerzen anfängt.

 

Über einen Steilhang führt der nicht unschwierige Steig auf den Südhang hinaus. Hier sollte sich eigentlich der Einstieg zur Großen Schafkarspitze befinden, ich kann aber keine Pfadspur erkennen. Lediglich ein steiler Graslatz zieht zum Grat hinauf und wird im oberen Bereich von einigen Felstürmchen begrenzt. Da ich nun schon erhebliche Schmerzen im Knie verspüre und darüber hinaus auch noch den Einstieg nicht ausmachen kann, entschließe ich mich umzukehren. Über den Heinzensprossensteig geht es wieder hinunter bis zu der Einsattelung, von welcher der Weg ins Schafkar hinüber führt.

 

Da ich mit dem schmerzenden Knie nicht mehr bis zum See aufsteigen möchte, versuche ich, mit Pfiffen Nadja und Joe, welche am See oben warten, auf mich aufmerksam zu machen. Bald sehe ich auch schon Joe´s gespitzte Ohren über die Geländekante hervorlugen. Kurz darauf sind Nadja und Joe auch schon zu mir abgestiegen und wir machen gemeinsam noch eine Rast, bevor wir durch das Schafkar in Richtung Gramais absteigen. Mein Knie macht mir nun beim Abstieg doch erhebliche Probleme und so gestaltet sich der Abstieg für mich ziemlich unangenehm und wir brauchen weit länger als die oben an dem Wegweiser angegebenen 1,5 Stunden für den Weg ins Tal.

 
   
Talort Höhendifferenz in m
Gramais 950
   
Stützpunkt Gebirgsgruppe
--- Lechtaler Alpen
   
Zeit in h Charakter
5,5 - 6 steiler Anstieg bis zur Hirschhalsalpe; bis zum Hirschhalskopf ansonsten keine Schwierigkeiten; Trittsicherheit und Schwindelfreiheit am Heinzensprossensteig notwendig
   
 

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